Dienstag, 23. Oktober 2018

Fototechnik am Brodtener Ufer




Moin und herzlich Willkommen bei LübeckRad-TV. Heute möchte ich am Beispiel des Brodtener Ufers (Lübeck - Travemünde) einige technische Aspekte vorstellen. Eigentlich hatte ich mich zu einem Workshop der Olympus Academie angemeldet. Der nun allerdings verschoben wurde. Also nicht jammern, ich habe daraufhin meinen eigenen persönlichen Workshop durchgeführt. Am Brodtener Ufer kann man sich auch so gut vergnügen. Drei Bereiche möchte ich heute vorstellen.
Es handelt sich hierbei um:

1. Time Lapse Aufnahmen
2. Filterfotografie
3. Lens Ball Fotografie

1. Time Lapse Aufnahmen. Jeder hat sicherlich in Videofilmen schon diese wunderbaren Filme gesehen, wenn sich der Himmel und die Wolken schnell bewegen. Entweder in einer seitlichen oder in einer vor- bzw. rückwärtigen Bewegung. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Zeitrafferaufnahmen = Intervallaufnahmen. Bislang hatte ich mich an diese Technik nicht herangetraut. Gründe: mir erschien dies als zu aufwendig und kompliziert. Das war allerdings ein Irrtum. 
Hier erstmal Versuch Nr. 1 (Premiere) :


In meiner Systemkamera Olympus OMD EM 10 MKII habe ich 90 Bilder eingestellt dazu eine Intervallzeit von 5 Sek. Die Kamera berechnet die Gesamtaufnahmezeit (ca. sieben Minuten), auslösen und es geht los. Es dürfte klar sein, dass dieser Vorgang nur mit einem Stativ funktioniert.
Mit meiner Kamera könnte ich theoretisch 999 Aufnahmen machen. Das schafft allerdings der Akku nicht. Die einstellbare Intervallzeit  liegt hier zwischen einer Sekunde und 24 Stunden. Für die gewählte FullHD Aufnahme sind nur 6,7 sek. Filmlänge möglich. Es folgt nun eine Zusammensetzung der aufgenommen vier Intervallaufnahmen, die ich dann mit Musik unterlegt habe (Copy free Music aus iMovie).


Die Aufnahmen habe ich dann von der SD Karte auf iMovie meinem Programm zur Filmbearbeitung geladen, nachbearbeitet und mit einer Tonspur versehen. Übrigens wird für diese Aufnahme eine schnelle SD benötigt.

2. Filterfotografie. Seit einiger Zeit arbeite ich ausschließlich mit Rollei Rechteckfiltern  Mark II (100x150mm). Die haben zwar ihren Preis, sind allerdings aus Gorillaglas und vermitteln einen haptisch robusten Eindruck. Der Vorteil zu Rundfiltern ist, dass ich vier verschiedene Filter in die Halterung einsetzen kann.
Die erste Aufnahme ist mit einem Hard Nano GND 14 aufgenommen.


Der Grauverlauf (GND) ist bei den Hardfiltern sehr extrem und sollte nur mit einem glatten Horizont genutzt werden. Ich meine auch, dass ich den Filter noch zu sehr in die untere (Wasser) Hälfte geschoben habe. 
Das nächste Foto zeigt eine Aufnahme mit einem Soft Nano GND8 Filter + Polarisationsfilter.


Die Soft GND Filter haben einen weichen Verlauf und sind dadurch vielfältiger einzusetzen. Der Polarisationsfilter stärkt im vorliegendem Foto das Blau des Himmels. Wobei weitere Einsatzbereiche sehr umfangreich sind.
Bei der nächsten Aufnahme habe ich einen Soft GND8 mit einem ND1000 verbunden. Für den Einsatz von ND Filtern wird wieder einmal ein Stativ benötigt, da ich mit dieser Filtergruppe Langzeitaufnahmen tätigen kann.


Dieses Foto habe ich 15 Sek belichtet. Bei Tageslicht würde bei dieser Langzeitbelichtung das Foto nur weiß sein. Ein ND Filter wirkt also wie eine Sonnenbrille. Der Sinn dahinter ist, das durch die lange Belichtung Wolken und Wasser ihre Struktur verändern. Es wirkt verwischt. Es dient also  einer kreativen Bewegungsunschärfe. Mit der Rollei App "Rolleimoments" kann ich jeweiligen Belichtungszeiten genau berechnen. Dazu wird mir das Wetter und der Sonnenverlauf angezeigt. Ich empfehle hier übrigens von Thomas Güttler und Ulrich Dorn das Buch "Komponieren mit Licht". Dort gibt es sagenhafte Filteraufnahmen und die notwendige Theorie.
Übrigens: Wer lieber S/W Fotos mag? Das geht auch.



3. Lens Ball Fotografie. Diese Glaskugeln gibt es in verschiedenen Varianten. Ich nutze hier ebenfalls  die Lens Balls von Rollei. Mit Lens Balls kann ich sehr kreativ sein. Es gibt viel auszuprobieren.


Wenn ich Landschaften damit ablichte ist das Motiv in der Kugel auf den Kopf gestellt. In der Bildbearbeitung kann ich das Motiv natürlich auch drehen, und schon ergibt es magische Momente.




Interessant wird es wenn ich mehrere Kugeln nutze.


Je nach Winkelstellung der Kamera bekommt das Motiv eine Fisheye (Extremes Weitwinkelobjektiv) ähnliche Krümmung. Entweder fokussiere ich nur das Motiv in der Kugel oder fokussiere weiter über  das Kugelmotiv hinaus. Das ist dann auch eine Frage wie ich den Hintergrund haben möchte.



Dies soll als eine kleine Präsentation reichen. Selbstverständlich gibt es noch viel, viel mehr Möglichkeiten. Das Internet ist voll mit richtig guten Bildern zu den vorgestellten Themen. LübeckRad - TV sagt Danke für euren Besuch und wir sehen uns später wieder. Tschüß.

Plau am See




Moin und herzlich Willkommen bei Lübeckrad-TV. Es ist an der Zeit mal wieder einen Foto-Radreisebericht zu veröffentlichen. Diesmal geht es nach Plau am See an der Mecklenburger Seenplatte. Wir waren Anfang Oktober 2018 übers Wochenende zur Radtour hier vor Ort. Diesmal gab es ein Quartier kurz vorm Plauer Zentrum (Heidenholz). Unser Hotel lag direkt am See. Unter folgendem Link kommt ihr direkt zum Hotel: www.aparthotel-am-see.de Das Aparthotel verfügt über ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Direkt am See gelegen und mit  einem eigenen Strandabschnitt. Ein Schwimmbad mit Sauna runden den insgesamt positiven Eindruck ab.  An einem Freitag kamen wir am späten Nachmittag an. Wir hatten noch Zeit einige Fotos vom Sonnenuntergang zu machen.




Am Samstag war die Umrundung des Plauer Sees geplant. Für die Umrundung lassen sich verschiedene Varianten nutzen. Wir entschieden uns für die naturnahe Strecke direkt am Ufer entlang, die mit ca. 53 Km angegeben ist. Auf der Westseite des Sees geht es hin und wieder vom See weg und wir durchfuhren kleinere Dörfer. Wenn die Südspitze erreicht ist, geht es bis Lenz nur am Wasser entlang. Der Weg ist allerdings sehr naturbelassen. Die Wegstrecke wechselt sich ab mit sandigem Boden, hervortretenden Baumwurzeln und An- und Abstiege, für die eigentlich ein Mountainbike zu empfehlen ist. Das Fahren findet daher sehr konzentriert statt. Der Ausblick, das Panorama auf die Seenlandschaft ist dafür sehr schön. Bevor wir starteten gab es um 07:22 Uhr erstmal den Sonnenaufgang.


Nach dem Frühstück stiegen wir auf die Räder und fuhren direkt am See entlang nach Plau am See. Aus unserer Richtung kommend erreichten wir zuerst den Yachthafen.


Blick vom Leuchtturm auf die Ferienanlage und den Yachthafen. Schaue wir in die andere Richtung, haben wir den freien Blick auf den Leuchtturm, den See und die Mole.




Vom Hafen fuhren wir weiter ins Zentrum von Plau. Plau am See ist ein kleiner Ort, der schnell zu durchlaufen ist. Allerdings gibt es hier einige sehr schöne POI, für die ein längerer Aufenthalt lohnenswert ist. Da wir noch die Umrundung des Sees vor uns hatten, verkürzten wir den Aufenthalt. An der Promenade gingen wir erstmal in Richtung der Schleuse.



An der Schleuse legten gerade Paddler mit ihren Booten an. Sie warteten auf die Möglichkeit der Durchfahrt.

Wende ich meinen Blick von der Schleusenbrücke, aus dann schaue ich in Richtung Plauer Zentrum.

Wieder zurück im Zentrum gehen wir an schönen Häuserfassaden entlang. Einige Geschäfte laden zum Einkaufen ein. Es gibt eine Burganlage zu besichtigen. Dazu hat Plau ein schönes Rathaus und Stadtkirche und eine interessante Hubbrücke.

Blick auf die Stadtkirche


Das Rathaus von Plau am See


Nach diesem kurzen "Cityshooting" brauchten wir erstmal eine Kaffeepause.

Das bewährte "Rad-Urlaubsteam" (ich hinter der Kamera)
Nach unserer kurzen Kaffeepause fuhren wir weiter. Wie verliessen das Zentrum und wollten an den See zurück. Nach einem kurzen Stück auf der Landstraße durch kleine Vororte erreichten wir dann eine schönen Badeplatz am See. Dieser Platz bot sich besonders für meine Lens Ball Fotos an.




Für diese Lens Ball Fotos setzte ich die 10cm Kugel von Rollei ein. Für die Kugeln ist es wichtig, dass sie aus reinem Glas sind. Es dürfen keine Einschlüsse im Glas sein. Hierfür ist es von Vorteil, dass wir unsere Touren auf den Fahrrädern verbringen, da die Glaskugel ca. 1300 Gr. wiegt. Zum Vergleich: Meine Olympus Systemkamera wiegt mit dem 12-40mm Pro Objektiv gerade mal 830 Gr. Die Lens Balls kann ich wunderbar in meinen Fahrrad - Packtaschen unterbringen.


Blick auf den Plauer See. Im Hintergrund leuchten die Bootshäuser in Rot. Es ging dann weiter immer am See entlang in Richtung Südspitze.
Nachdem wir diese umrundet hatten, führte uns der Weg direkt am Wasser entlang. Dieser Weg ist landschaftlich der interessantere allerdings gleichzeitig auch die herausfordernde Strecke.





Diese S/W Aufnahme habe ich am MAC mit der Google Nik Collection bearbeitet. Hierzu nutzte ich die Plug Ins: Silver Efex Pro 2 + Sharpener Pro3 (Out put Sharpener).

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir Lenz. Hier mussten wir uns entscheiden, ob wir mit dem Schiff zurück nach Plau fuhren oder unsere Umrundung fortsetzten. Wir entschieden uns für die weitere Umrundung. Vorher machten wir erstmal Pause.


Wir saßen direkt am Kanal, der den Plauer See, über Fleesensee mit der Müritz verbindet. An diesem Ort gab es für uns eine Stärkung in Form von Fisch mit Bratkartoffeln. Gegen 17:00 machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hatten bis Plau nun noch ca. 25 Km. Da wir aber den Weg nicht kannten, traten wir ordentlich in die Pedale. Der letzte Stop wurde durch einen wunderbaren Sonnenuntergang bestimmt.

Gegen 18:30 Uhr hielten wir für unsere letzten Fotos. Der Sonnenuntergang begann sich langsam zu entwickeln. Mit dem folgenden letzten Foto dieser Tour Reportage vom Plauer See wurden wir verabschiedet.

Gegen 19:30 Uhr waren wir zurück im Hotel. Wie konnten die Umrundung erfolgreich abschliessen. Durch Badepausen und mehrere Fotostops benötigten wir für die 53 Km deutlich mehr Zeit als angenommen. LübeckRad-TV kann diesen Urlaubsort an der Mecklenburger Seenplatte nur empfehlen. Egal ob für ein Wochenende oder länger. Es gibt viel zu entdecken. Morgen am Sontag wird es noch eine Tour geben. Dazu aber später mehr.  Das Team von LübeckRad - TV verabschiedet sich erstmal und sagt Danke für euren Besuch auf unserem Foto-Radreiseblog.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Der Darß - Dritte Jahreszeit Jahreswechsel - Winter



Wir sind zurück auf dem Darß, zurück in Prerow. Der Jahreswechsel 2017 / 2018 steht an. Gemeinsam mit unseren Freunden Katrin und Matthias werden wir hier Sylvester feiern. Am 30.12.  um 11:00 Uhr starteten wir zum letzten Darßaufenthalt 2017, der gleichzeitig der erste 2018 sein sollte. Schön, dass ihr erneut dabei seit. Diesmal wird es ein kurzer Bericht zur "Dritten Jahreszeit Jahreswechsel - Winter", denn ich habe fast ausschließlich Fotos vom Weststrand gemacht. Wie konnte das passieren, denn unser Aufenthalt geht bis zum 02.01.2018? 
Unsere Unterkunft haben wir wieder bei Pia und Ihrem Team in der "Residenz Rennhack" gefunden. Wie bereits im Oktober verlebten wir erneut einen angenehmen Aufenthalt
www.residenz-rennhack.de Das Wetter war sich noch nicht so sicher ob es zum Jahreswechsel die Sonne scheinen lassen oder sich doch eher grau und regnerisch präsentieren sollte.
Am 31.12. fuhren wir zur Vorplanung an den Weststrand. Wir hatten vor, Neujahr am Strand gemeinsam zu kochen. Dazu wollten wir einen geeigneten Ort finden. Morgens regnete es leicht und ein leichter Wind zog auf. Dazu wollte ich auch schauen, wie sich die Ostsee für Fotos darstellte.




Noch zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Am 31.12 war es gegen Mittag grau und die Wellen hielten sich in Grenzen. Den Ort zum Kochen hatten wir schnell gefunden. Für Fotos zu Neujahr ging ich davon aus, wenn etwas Sonne dazu kommt das ich interessante Wintermotive hier am Weststrand erwarten konnte. Stehe ich am 31.12. etwa im Wasser? Das erste Foto läßt dies vermuten. Da wir wußten was uns erwarten würde, hatten wir uns im voraus neue Gummistiefel gekauft. Wir hatten uns Neopren gefütterte Stiefel von Aigle gekauft. Der Begriff Gummistiefel ist nicht wirklich passend. Wir können in diesen Stiefeln eine sehr lange Zeit wandern, da sie über ein Fußbett verfügen. Selbst für das Radfahren eignen sie sich hervorragend. Dazu konnte ich die ganze Zeit in der  Winterostsee stehen und Fotos machen. Trotz der von mir unterschätzen Wellen, die das Wasser in die Stiefel laufen ließ blieben meine Füße konsequent warm. Da relativierte sich der Anschaffungspreis von knapp 200.- Euro. 
Das Wetter wurde Sylvester nicht wirklich besser. Leider fand auch das offizielle Höhenfeuerwerk an der Seebrücke in Prerow in einem leichten Nieselregen statt. Dennoch hatten wir den Eindruck, hier am Strand mit allen Menschen aus Prerow gemeinsam den Jahreswechsel zu erleben. Das Feuerwerk war sehr beeindruckend und dauerte mindestens 30 Minuten. 

Neujahr 2018: Zum Frühstück gab es leichten Nieselregen bei grauem Himmel. Sollte das neue Jahr etwa mit schlechten Wetter beginnen? Nein - der Himmel zog auf und die Sonne erschien punktuell am Himmel. Das sah nach einem optimalen Winterhimmel in Verbindung mit einem gelungenen "Outdoor Cooking" aus. Wir bereiteten unsere Räder vor und beluden den Anhänger mit dem Kocher und anderen Küchenutensilien. Dann starteten wir zum Wintershooting und (was ich bis dahin noch nicht wußte)  zu meiner besten Erbsensuppe  an den Weststrand.

13:25
13:40 
13:41
Wie an den drei Fotos zu erkennen ist, verändert sich die Wolkensituation an der Ostsee immer wieder. Der Winter hat hier eine sehr schöne Atmosphäre und ein herrliches Licht. Nur in wenigen Minuten hat sich die Wolkensituation unterschiedlich dargestellt..
Die Lichtsituation sollte sich erwartungsgemäß noch weiter verändern. Die Sonne übernahm mehr und mehr die Dramaturgie des Augenblicks.





Bei soviel winterlicher Licht- und Wolkenstimmung wurde es Zeit sich um die kulinarischen High Lights zu kümmern. Im Fahrradanhänger hatten wir alles verpackt was nötig war. Und erstaunlich: für ein wunderbares Essen benötigten wir nicht viel.


Das Küchenteam war in Vorbereitung. Unsere mobile Küche war aufgebaut und es fehlte nur noch der Kocher und die Suppe



Nur wenige Augenblicke später dampfte die "Beste - Erbsensuppe - aller - Zeiten" in der mobilen Küche. Es herrschte eine phantastische Kochatmosphäre und eine Vorfreude auf das Süppchen.


Den Glühwein hatten wir im Vorweg vorbereitet und in Thermoskannen mitgebracht. Auch wenn es im Detail nicht zu erkennen ist die vier Becher stammen von vier verschiedenen Weihnachtsmärkten.




Und hier ein kleiner Einblick in unsere Kochkünste.




Nachdem wir die Suppe aufgegessen und den Glühwein ausgetrunken hatten, packten wir unsere Küche zusammen und gingen zurück zu unseren Rädern. Gegen 16:00 Uhr noch einen Blick zurück. Der Weststrand sollte sich wundervoll von uns verabschieden.


Dann auf die Räder und es ging zurück nach Prerow. Das Jahr 2018 hatte für uns vier sehr gut begonnen.

Christine am Fahrradparkplatz.
Hier endet unsere "Dritte Jahreszeit". Das Wetter wurde etwas regnerischer und wir fuhren am nächsten Tag nach Hause.
Im April sehen wir uns wieder, zu "Der Darß - mit dem Fahrrad die Jahreszeiten erleben".

Christine & Stefan vom Team "LübeckRad - TV"